RESTAURIERT: HENDRICK TER BRUGGHENS „ZECHER“

Hendrik ter Brugghen, Der Zecher, 1627

Leinwand, 71,3 x 60 cm

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München,

Foto: Nicole Wilhelms

Details   

RESTAURIERT: HENDRICK TER BRUGGHENS „ZECHER“

Alte Pinakothek
All Eyes On | Saal IX

 ‐ 

Hendrick ter Brugghen (1588–1629) zählt zu den bedeutendsten „Utrechter Caravaggisten“, jener niederländischen Maler, die während ihres Aufenthalts in Rom im ersten Quartal des 17. Jahrhunderts einen Stil entwickelten, der von den dramatischen, lebensnahen und volkstümlichen Darstellungen des berühmten Italieners Michelangelo Merisi da Caravaggio inspiriert ist.Ter Brugghens Halbfigur eines trunkenen Zechers entstand 1627, als der Maler auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand. Als einziges Werk dieses Künstlers in der Sammlung kommt ihm eine besondere Bedeutung zu. Mit Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung wurde das Gemälde, dessen Erscheinungsbild durch Alterungsprozesse und frühere Übermalungen stark beeinträchtigt war, restauriert und eingehend materialtechnisch untersucht. Selbst eigenhändige Motivänderungen ter Brugghens sind nun wieder deutlich erkennbar. In der Gegenüberstellung mit den Werken seines Utrechter Malerkollegen Gerard van Honthorst führt die fokussierte Präsentation die künstlerische Qualität dieses herausragenden Malers vor Augen.